MediatorInnen 2016/17


Team

Peer-Mediator/innen

und

Peer-Coaches:
Mag. Katharina Strobl

Mag. Erika Wailzer


Im Download findet ihr unseren Folder des heurigen Jahres 

mit allen MediatorInnen

Folder zum Download



Mediation ist ....

 

Mediation ist ein Verfahren der Konfliktlösung, das in den 1960er und 1970er Jahren vor allem in den USA entwickelt wurde.

Wörtlich übersetzt heißt ‚Mediation’ Vermittlung.

Damit ist die Vermittlung in Streitfällen durch unbeteiligte dritte Personen, die von allen Beteiligten akzeptiert werden, gemeint. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn die Konfliktbeteiligten allein ihr Problem nicht mehr lösen können oder nicht mehr miteinander sprechen.

 

Die Aufgabe der Mediator/innen ist es, die Konfliktparteien zu unterstützen, ihre eigene Problemlösung zu finden. Dabei fühlen sich die Peer-Mediator/innen wohlwollend in alle Konfliktparteien ein und setzen sich für die Interessen aller Beteiligten ein.

Schritt für Schritt werden die Grundlagen einer guten Lösung erarbeitet.

 

Die Voraussetzungen für Mediation sind unbedingt zu beachten:

  • Freiwillige Teilnahme
  • Akzeptanz der Mediator/innen
  • Offenheit für eine konstruktive Lösung
  • Vertraulichkeit des Gesprochenen

 


Ablauf einer Mediation

Vorphase:

Kontaktaufnahme und erstes Gespräch

Organisation des ersten Gesprächs

Vorbereitende Maßnahmen

 

Das Mediationsgespräch:

Einleitung

Darlegung der Sichtweisen

Konflikterhellung, Vertiefung und Klärung

Lösungssuche

Vereinbarung

 

Umsetzungsphase:

Überprüfung und ggf. Korrektur der Vereinbarungen


Ausbildung der Peer-MediatorInnen

Voraussetzungen:

  • Bereitschaft sich in andere ‘einzufühlen’ = Empathie
  • Bereitschaft am Schulklima mitzuarbeiten
  • Bereitschaft auch Freizeit zu investieren
  • Bereitschaft für die Gruppe Verantwortung zu übernehmen

 

Vorteile für Peer-Mediator/innen:

  • Eine besondere Verantwortung und Rolle in der Schule zu haben
  • Persönliche Weiterbildung und Bereicherung
  • Die Fähigkeit in einem Team zu arbeiten
  • Präsentationsfähigkeit

 

Ein Zusatzzertifikat des Stadtschulrates für Wien

 

Ablauf der Ausbildung

  • Teambildungstage (jährlich für alle Teilnehmer/innen)
  • 2 Wochenstunden UÜ (meist geblockt)
  • 4 Fortbildungsnachmittage pro Jahr im Stadtschulrat für Wien
  • 1 Einführungstag im 1. Lernjahr
  • 2 Fortbildungstage im 2. Lernjahr

 

Ausbildungsinhalte: (exemplarisch)

 

  • Wesen und Anwendungsbereiche der Mediation kennen
  • Grundfähigkeiten und Rolle als Mediator/in erproben und in einfachen Fällen anwenden können.
  • Einen Mediationsprozess im zweier-Team leiten
  • Die eigene Praxis reflektieren und evaluieren.
  • Mediatorische Grundhaltungen und Fähigkeiten verfestigen
  • Grenzen und Fallen rechtzeitig erkennen und das eigene Verhalten anpassen
  • Die eigenen Fähigkeiten präsentieren und bewerben können.
  • Neutralität mit allen Aspekten zur eigenen Haltung machen.
  • Unterschiedliche kulturelle Ausprägungen erkennen und in die eigene Handlungsweise einbeziehen.
  • Weitergabe des Gelernten an die nachrückende Peer-Generation. 


Literatur

Literaturliste

  • Besemer, Ch. (1993). Mediation. Vermittlung in Konflikten. Königsfeld & Heidelberg / Frei­burg: Gewaltfreies Lernen & Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden. Bezugsquelle: PAZIFIX - Materialvertrieb der DFG-VK Baden-Württemberg, Alberichstr. 9, 76185 Karls­ruhe und Stiftung Gewaltfreies Leben,Tannenweg 6, 78126 Königsfeld; Tel. 07725-3464.
  • Bründel, H. & Hurrelmann, K. (1994). Gewalt macht Schule. München: Droemer.
  • Diez, H. & Krabbe. H. (1996).Mediation. Ein Überblick über die neue Form der Konfliktlösung durch Vermittlung. Report Psychologie 21 (1) 16 - 29.
  • Engert, I. (1997). Mediatoren statt Gladiatoren. Friedliche Konfliktlösungen in der Schule. System Schule. Ztschr. Für innovative Schulpraxis. 1 (H 1) 8 - 14 (Teil I); (H 2) 37 - 41 (Teil II).
  • Faller, K., Kerntke, W. & Wackmann, M. (1996). Konflikte selber lösen. Trainingshandbuch für Mediation und Konfliktmanagement in Schule und Jugendarbeit. Mülheim: Verlag an der Ruhr.
  • Hagedorn, O. (1994). Konfliktlotsen. Stuttgart: Klett.
  • Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.) (1995). Zivile Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention. Beiträge gesellschaft­licher Akteure zur Umsetzung der Agenda for Peace. Dokumentation der Heinrich-Böll-Stiftung Nr. 8. Köln.
  • Jefferys, K. & Noack, U. (1995). Streiten - Vermitteln - Lösen: Das Schüler-Streit-Schlichter-Programm. Lichtenau: AOL.
  • Kaeding, P. & Leiß, M. (1997). Peer-Mediation: Wie SchülerInnen in Konflikten vermitteln können. Planung und Durchführung eines Trainingsprogramms. Universität Hamburg, FB Psychologie (Prof. Dr. A. Redlich / Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun).
  • Noack, U. & Wichterich H. (1996). Das Streit-Schlichter-Programm. In: Grewe, N. & Wichterich, H. (Hrsg.). Beratung an der Schule. Loseblattsammlung. Kissing: Weka.
  • Noack, U. (1998). Mediation - das Schulstreitschlichter-Modell in der Bewährung zur Entwicklung einer konstruktiven Konfliktkultur in der Schule. Wissenschaft und Frieden H. 2.
  • Sadalla, G., Holmberg, M. & Halligan, J. (1990). Conflict Resolution, An Elementary School Curriculum. San Francisco: The Community Board Program Inc.
  • Schmieta, M. & Wichterich, H. (1997). Mediation in der Schule. Warum gerade jetzt? In: Dunkel, L., Enders, Chr., Hanckel, Chr. (Hrsg.) Berichte aus der Schulpsychologie. Schule - Entwicklung - Psychologie. Schulentwicklungspsychologie. Kongreßbericht der 12. Bundeskonferenz 1996 in Münster. Bonn: Deutscher Psychologen Verlag. 131 - 136.
  • Spitzer, K. (1997). Täter-Opfer Ausgleich und Schulmediation. Verpaßte Chance einer Zusammenarbeit? Möglichkeiten und Grenzen am Beispiel von Aschaffenburg. FH Darmstadt: FB Sozialpädagogik (Prof. Dr. Schreckling).
  • Walker J. (1995). Gewaltfreier Umgang mit Konflikten in der Sekundarstufe I. Frankfurt a.M.: Cornelsen-Scriptor.

Fotos


Teambuilding-Tage in Mödling  

 


Medi-Wochenende

Mediationstag Oktober 2010

Bezirksgesundheitstage Okt. 2010