Das Kollegsystem am Parhamerplatz
für die 7. und 8. Klasse NEU

Das Zusammenleben und  das gemeinsame Arbeiten am Parhamer-Gymnasium folgt – neben anderen Grundgedanken – zwei von den Schulpartner/innen als besonders wichtig erachteten Prinzipien:

1. Respekt für- und voreinander

2. Selbstverantwortung übernehmen

Unsere Schüler/innen der 7. und 8. Klassen erhalten mit dem Kollegsystem mehr Freiheiten, gleichzeitig müssen sie im Rahmen des Kollegsystems auch mehr Verantwortung für den eigenen Lernprozess, die persönliche Zeiteinteilung und die Organisation der schulischen Arbeiten übernehmen.

Das Fehlen im Rahmen des definierten Fehlstundenkontingents ist von den Lehrer/innen nicht als „Ausnutzen“ eines Systems anzusehen, sondern es steht den einzelnen Schüler/innen laut Kollegsystem zu und liegt in der Verantwortung der Schüler/innen. Versäumen im zulässigen Rahmen hat keine Auswirkung auf die Beurteilung der Mitarbeit.

Das Fehlstundenkontingent bedeutet aber auch nicht, dass Schüler/innen es sich zum Ziel setzen sollen, Unterricht in diesem Ausmaß tatsächlich zu versäumen. Die Anwesenheitspflicht in allen Unterrichtstunden (Schulunterrichtsgesetz §43) bleibt aufrecht, wird allerdings im Unterrichtsversuch „Kollegsystem“ in die Selbstverantwortung der Schüler/innen übergeben.

Schüler/innen sind laut §43 des Schulunterrichtsgesetzes zur aktiven Mitarbeit im Unterricht verpflichtet. Demonstratives Nicht-Arbeiten während des Unterrichts hat negative Auswirkungen auf die Mitarbeitsnote.

 

Das Kollegsystem im Detail:


1. Supplierstunden und kurzfristiger Entfall von Unterrichtsstunden

Das Kollegsystem basiert auf dem Grundsatz Unterricht vor Aufsicht. Die Aufsichtspflicht wird auf ein Mindestmaß reduziert. Supplierungen durch Klassenlehrer/innen bzw. Fachlehrer/innen werden spätestens am Vortag angekündigt. Bei kurzfristigem Entfall von Einzelstunden werden Supplierungen durch Klassenlehrer/innen nur zum Üben und Festigen des Unterrichtsstoffes verwendet. Diese kurzfristig angesetzten Supplierstunden zählen nicht zum Fehlstunden-kontingent der Schüler/innen.

Eine Unterrichtsstunde entfällt, wenn nach 15 Minuten kein/e Lehrer/in in die Klasse gekommen ist. Die Schüler/innen haben die Administration über die Abwesenheit der Lehrer/in zu informieren.

 

Die Schüler/innen können die freien Stunden zum Arbeiten z.B. in der Bibliothek verwenden oder das Schulhaus ohne weitere Abmeldung verlassen. Pünktliche Rückkehr zum nächsten Unterricht wird vorausgesetzt.

 

2. Zahl der Fehlstunden der Schüler/innen

Die Zahl der Fehlstunden, die Schüler/innen in ihrer eigenen Verantwortung in Anspruch nehmen können (Fehlstundenkontingent), beträgt:

in der 7. Klasse pro Semester (Semesterbeginn bis zum letzten Unterrichtstag des Semesters)

  • 1-stündiges Fach: 2 Fehlstunden
  • 2-stündiges Fach: 4 Fehlstunden
  • 3-stündiges Fach: 6 Fehlstunden

in der 8. Klasse (Schuljahresbeginn bis zum letzten Schultag)

  • 1-stündiges Fach: 3 Fehlstunden
  • 2-stündiges Fach: 6 Fehlstunden
  • 3-stündiges Fach: 9 Fehlstunden

 

3. Überschreitung des Fehlstundenkontingents

Wenn die Abwesenheit einer Schüler/in das angeführte Stundenkontingent überschreitet, wird ihr / ihm mindestens zwei Unterrichtstage vorher eine mündliche Prüfung angekündigt. Die rechtlichen Grundlagen für mündliche Prüfungen sind in der Leistungsbeurteilungsverordnung §5 festgelegt. Die Einholung des Prüfungsstoffes und die Beschaffung der Lernunterlagen liegen in der Verantwortung der Schüler/in.

Im Unterrichtsgegenstand „Bewegung und Sport“ ist bei Überschreitung des Fehlstundenkontingents statt einer Prüfung auch eine Kompensation durch Teilnahme am Unterricht einer anderen Klasse bzw. unterstützende Tätigkeiten im Ermessen der Lehrer/in möglich.

Nach Ablegung der mündlichen Prüfung steht für das restliche Semester (7. Klasse) bzw. das restliche Schuljahr (8. Klasse) für weitere unentschuldigte Abwesenheiten das (aufgerundete) halbe Fehlstundenkontingent zur Verfügung. Weitere unentschuldigte Abwesenheiten stellen eine schwerwiegende Verletzung der Schülerpflichten dar.

 

4. Entschuldigte Abwesenheiten vom Unterricht

Wenn ein ärztliches Attest mit genauem Datum (bei Notwendigkeit auch mit Uhrzeit) vorgelegt wird, zählen diese Fehlstunden nicht zum Fehlstundenkontingent. Dazu müssen die Schüler/innen das Attest allen Lehrer/innen, bei denen sie Unterrichtsstunden versäumt haben, spätestens nach 14 Unterrichtstagen vorlegen.

Auch schulbedingte Abwesenheiten (Fehlen wegen Schularbeiten und Tests; Tätigkeit als Schülervertreter/in oder Mediator/in; Besuch bei Schulärztin, Direktor, Schülerberater; Theaterproben; Wettkämpfe; Arbeitsaufträge im Unterrichtsgegenstand Projektmanagement) und die Stellung zählen nicht zum Fehlstundenkontingent. Der Grund der Abwesenheit ist jedenfalls durch eine Bestätigung nachzuweisen.

 

5. Zuspätkommen in den Unterricht

Schüler/innen müssen pünktlich zu Unterrichtsbeginn im Unterrichtsraum anwesend sein. Kommen Schüler/innen mehr als 5 Minuten zu spät in den Unterricht, so zählt diese Stunde als „nicht teilgenommen“ und somit zum Fehlstundenkontingent. Zuspätkommende Schüler/innen haben trotzdem die Möglichkeit am Unterricht teilzunehmen.

 

6. Erfassung der Fehlzeiten

Es gibt kein herkömmliches Klassenbuch. Die Anwesenheiten werden von den Lehrer/innen in eigenen Listen protokolliert. Die Schüler/innen müssen selbstverantwortlich Buch über ihre Fehlstunden führen und haben das Recht auf Nachfrage, ihre eigenen Abwesenheitslisten mit den Aufzeichnungen der Lehrer/innen abzugleichen.

 

DIE BESCHLOSSENE REGELUNG IST FÜR ALLE LEHRER/INNEN UND SCHÜLER/INNEN VERBINDLICH!