Martin Cvikl

SchülerInnen an die Hochschulen

Die Entscheidung parallel zur Schule auf der Wirtschaftsuniversität Wien studieren zu wollen hat mein Schulleben und so auch meine zukünftige Karriere entscheidend geprägt. Ich habe im 2. Semester der 6. Klasse begonnen Betriebswirtschaftslehre zu studieren, nachdem ich auf ein Programm namens „Schülerinnen an die Hochschulen” gestoßen bin, welches mein Vorhaben möglich gemacht hat. Aber auch die Empfehlung mancher Lehrer, denen ich für die Kooperation sehr dankbar bin, während der Schule zu studieren, hat mich dazu ermuntert, dieser zusätzlichen Möglichkeit der Förderung meiner Interessen Beachtung zu schenken.

Heute ist die Universität für mich wie ein zweites Schulgebäude oder wie eine zweite Arbeitsstätte. Ich habe das „Leben” auf der Universität kennengelernt und diese Freizügigkeit bezüglich der Zeiteinteilung sehr genossen, auch wenn manche Prüfungen aufgrund ihrer Eigenschaft als „Knock-out”-Prüfungen, welche der WU ein gezieltes Aussortieren von Studenten nach ihrer Leistung ermöglichen, eine umfangreiche Vorbereitung erfordert haben.

Ich denke jedoch, dass ich mir viel zusätzliches Wissen angeeignet habe, meinen Interessen gezielt nachgehen konnte und somit einen Vorteil im Leben genießen kann. Ich werde auf jeden Fall das Studium der Betriebswirtschaftslehre zu Ende führen.

Ich darf mich an dieser Stelle vor allem bei allen Lehrern für das Verständnis bezüglich meines Vorhabens bedanken und dass mir ein Studium parallel zur Schule beinahe reibungslos ermöglicht wurde. Mein besonderer Dank gilt Frau Prof. Mag. Wailzer, welche sich intensiv dafür engagiert hat. Ebenso gilt mein Dank unserem Herrn Direktor, welcher mein Vorhaben unterstützt hat. Nicht zuletzt schätze ich das positive Klassenklima, welches mir ermöglicht hat, im Falle meiner Absenzen aufgrund einer Vorlesung den versäumten Stoff innerhalb kürzester Zeit nachzuholen.

Während der Schule zu studieren kann ich prinzipiell jenen Schülern empfehlen, die es in der Schule leicht haben, schon relativ genau ihre Visionen und Ziele ausformuliert haben, selbstbewusst und flexibel sind und es nicht scheuen, so wie auch im späteren Leben, ständig mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Der Alltag auf der WU hat mein Selbstbewusstsein gestärkt und mich zu einem zukunftsfähigen Menschen geformt. Deshalb bereue ich diese Entscheidung trotz aller besonders in der 8. Klasse damit verbunden Stressigkeiten (welche dann anfielen, wenn sich viele Prüfungen innerhalb kurzer Zeit kumuliert haben) keine Sekunde.

Martin Cvikl


Begabtenförderung und Begabungsforschung

Schule trifft Uni
Am Parhamerplatz versuchen wir individuell auf die besonderen Schwerpunkte und Interessen unserer SchülerInnen einzugehen. Dabei erkennen wir immer wieder Förderbedarf, nicht nur für lernschwache Kinder, sondern auch bei begabten und hochbegabten SchülerInnen, die sich auf ein besonderes Fachgebiet spezialisieren wollen. Dies kann, in Absprache mit den Eltern durch Methoden wie dem Drehtürmodell oder Pull-out-Programmen ermöglicht werden. Sehr erfolgreiche Teilnahmen an Wettbewerben und Olympiaden zeigen die Leistungsfähigkeit einer Reihe von begabten Jugendlichen. In Zusammenarbeit mit dem Stadtschulrat und dem ÖZBF (Österreichisches Zentrum für Begabungsförderung) ist es möglich in Einzelfällen auch parallel zum Schulbesuch einen Teil des Studiums zu absolvieren. Die Organisation der Vorlesungen und Übungen, ebenso wie die kontinuierliche Begleitung wird individuell in der Schule vereinbart. Dies erfordert gute Kommunikation zwischen den betroffenen SchülerInnen, dem Coach (Echa-Lehrerin), den unterrichtenden LehrerInnen.

Mag. E. Wailzer